"  T  r  a  i  n  s  p  o  t  t  i  n  g  "

von Irwine Welsh

Premiere: 24. März 1998

mit: Gernot Plass
Uwe Achilles
Günter Baumann
Susanne Maier
John F. Kutil


Regie: Hubert Dragaschnig
Bühne / Licht: Stefan Pfeistlinger
Kostüme: Heike Huber
Dramaturgie: Augustin Jagg
DJ: Frank Weber

Hinterbühne
Festspielhaus Bregenz

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Angenommen, ich kenn alle Für und Wider, weiß, dass ich ein kurzes Leben haben werd, bei klarem Verstand bin undsoweiter, will aber immer noch Heroin nehmen? Das lassen die nicht zu. Sie lassen es nicht zu, weil sie es als Zeichen für ihr eigenes Versagen deuten. Das du dich einfach entschlossen hast, das, was sie dir zu bieten haben, abzulehnen. Entscheide dich für uns. Sag ja zum Job, sag ja zur Karriere, sag ja zur Familie. Sag ja zu einem pervers großen Fernseher. Sag ja zu Waschmaschinen, Autos, CD-Playern und elektrischen Dosenöffnern. Sag ja zu niedrigem Cholesterinspiegel und Zahnzusatzversicherung. Sag ja zur Bausparkasse, zur Eigentumswohnung. Sag ja dazu, auf deiner Couch zu hocken und dir hirnlähmende Game-Shows reinzuziehen. Und dich dabei mit Scheiß-Junk-Fraß vollzustopfen. Sag ja zur Zukunft, sag einfach ja! Entscheide dich fürs Leben!
Also ich hab mich entschieden, mich nicht für's Leben zu entscheiden. Wenn die Ärsche damit nicht klar kommen, ist das deren Problem. Wie Harry Lauder sagt, ich hab einfach nur vor, den Weg bis zum Ende zu gehen..."



"Trainspotting begann ich als Erzählung, im Sommer 1988, als ich gelangweilt in der Herriot-Watt Universitätsbibliothek saß, um auf irgendeine Yuppie-Prüfung für Betriebswirtschaft zu lernen. Mir war unter all den andern Hingeschickten so langweilig, daß ich Trainspotting zu schreiben begann. Während ich in der Bibliothek so dahinschrieb, wurde mir klar, wie wenig ich mit dem ganzen Kostenrechnungsscheiß und ähnlichem zu tun haben wollte. Was ich wirklich wollte war, meinem Ärger über den Tod jener Leute Ausdruck zu verleihen, die mit mir aufgewachsen waren."
Irwine Welsh