"  U  n  t  e  r      d  e  r      G  ü  r  t  e  l  l  i  n  i  e  "

von Richard Dresser

Österreichische Erstaufführung

Premiere: 18. November 1999

mit: Hubert Dragaschnig
Urs Obrecht
Gernot Plass


Regie: Augustin Jagg
Bühne und Licht: Stefan Pfeistlinger
Kostüme: Heike Huber

Hinterbühne
Festspielhaus Bregenz

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"Unter der Gürtellinie" spielt in einer namenlosen Fabrik in einem namenlosen Land irgendwo am Rande der Zivilisation, in dem namenlose Einheiten hergestellt werden. Als der neue Produktprüfer eintrifft und wissen möchte, was eigentlich zu prüfen ist, erntet er nur Gelächter. Statt dessen lernt er die Machtspiele zwischen seinem missmutigen Arbeitskollegen und dessen verschrobenem Vorgesetzten kennen - und wird bald aktiver Mitspieler in diesem Fegefeuer aus Egoismus, Ordnungszwang, Angst und Verletzung. Die Machtkämpfe lassen zwielichtige Koalitionen entstehen, forcieren taktische Jovialität, zerstören Privatsphären und beleidigen ehrliche Sehnsüchte.

Verschärft wird die Atmosphäre des Misstrauens, der Furcht, des Verrats durch die völlige Isolation, in der die drei Männer leben. Als Prüfer werden sie von den Arbeitern gehasst und gefürchtet. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt besteht in den Briefen, die sie von ihren Frauen erhalten. Auch die Zweifel, jemals wieder diesem Ort und diesem System entfliehen zu können, werden immer größer.

Die Welt des Lagers ist eine bedrohliche - unwirtlich und zerstört. Der Fluss, der durch das Lager fließt, ist völlig verschmutzt, die Luft voller Insekten, das Lager ist umzäunt und von bewaffneten Wachen umstellt. Dem Neuen fallen bald die gelben Augen auf, die in der Dunkelheit hinter den Zäunen leuchten. Im Verlauf des Stückes werden die Augen immer zahlreicher, sie scheinen immer näher zu rücken...