"  V  o  r    d  e  m    R  u  h  e  s  t  a  n  d  "

von Thomas Bernhard

in Koproduktion mit Theater k.l.a.s. Heunburg / Kärnten

Premiere: 7. Dezember 2005

weitere Vorstellungen:
9., 10., 11., 17., 18. Dezember 2005 und
13., 14., 15., 20., 21., 22. Jänner 2006
jeweils 20 Uhr

Regie: Augustin Jagg
Bühne: Reinhard Taurer
Lichtgestaltung: Stefan Pfeistlinger
Musik: Herwig Zamernik
Kostüm: Andrea Hölzl

mit:
Günter Baumann
Claudia Martini
Alexandra Tichy

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Drei alternde Geschwister, Vera, Clara und Rudolf Höller bewohnen gemeinsam eine alte Villa. Die „Familie“ scheint auf unheilvolle Weise an diesen Ort und an dessen Geschichte gebunden.

Der Jurist Rudolf Höller war SS-Obersturmbannführer und unter Himmler Kommandant eines Konzentrationslagers. Nach Kriegsende wurde er von Vera zehn Jahre lang im Keller des Hauses versteckt, um danach noch einmal Karriere zu machen: er wird Gerichtspräsident und Landtagsabgeordneter und steht kurz vor dem Ruhestand.



 






Hinter fest verschlossenen Fenstern und Türen wird Himmlers Geburtstag mit einem Festessen, Sekt und Beethovens Fünfter gefeiert. Rudolf Höller hat seine SS-Uniform angezogen und Vera holt wie jedes Jahr ein Fotoalbum aus den Kriegsjahren hervor, um in gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen....

Zentrales Thema in Bernhards Literatur ist die Darstellung gestörter Kommunikation. Die Wortlosigkeit wird zum Motor der Komödie und das Schweigen macht die Redenden lächerlich; in paradoxer Umkehr werden die Redenden zu Stichwortgebern, die Schweigenden so zu den tatsächlich Redenden.