Moderation: Ingrid Fürhapter
In seinem neuen Roman, der mit einem Axthieb beginnt, schenkt Norbert Gstrein uns ein ganzes Menschenleben. Jedes Leben ist zerbrechlich: Sein Vater macht Adrian als Jugendlichen untauglich für den Ersten Weltkrieg. Der störrische, zärtliche Mensch hinkt von da an durch über achtzig Lebensjahre. Zweimal sieht er seine Welt untergehen, zweimal hat er mit jungen Männern zu tun, die weniger Glück hatten als er. Im Alter erlebt er die unverhoffte Liebesgeschichte eines Mannes, der zu allem erzogen wurde, bloß nicht zum Lieben. Wie leben im Schatten der Kriege und des Tötens? Mit furchtlosem Blick in die Vergangenheit stellt sich Im ersten Licht dieser großen Frage der Gegenwart.
„Die Welt würde nie mehr so unschuldig sein, wie sie einmal gewesen war, das Jahrhundert nie mehr so jung wie vor dem Krieg.“ Norbert Gstrein
Norbert Gstrein, geboren 1961 in Tirol, lebt in Hamburg. Er erhielt u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, den Uwe-Johnson-Preis, den Österreichischen Buchpreis und den Thomas-Mann-Preis. Zahlreiche Bücher, zuletzt Der zweite Jakob (2021), mit dem er für den Deutschen Buchpreis nominiert war, sowie Vier Tage, drei Nächte (2022) und Mehr als nur ein Fremder (2023).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek.
Norbert Gstrein (c) Foto: Isolde Ohlbaum

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