Präsentation | Cäcilia Brown: Betongold

Präsentation | Cäcilia Brown: Betongold

Ein Solidaritätsprojekt des Klub KOSMOS für Hunger auf Kunst und Kultur

Bregenz, 25. November 2025 – Was hat der Abriss des von René Benko geplanten Luxus-Kaufhaus „Lamarr“ in der Wiener Mariahilfer Straße mit der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ zu tun? Die Wiener Künstlerin Cäcilia Brown und Martina Feurstein (Obfrau Theater KOSMOS) haben aus Abrissmaterial des ehemaligen Prestigeobjekts außergewöhnliche Topfuntersetzer – „Betongold“ – gemacht. Ein Splitter einer Benko-Immobilie, ein Stück österreichische Zeitgeschichte, ein einzigartiges Kunstwerk. Für eine Spende von jeweils 20 Euro zugunsten von „Hunger auf Kunst und Kultur“ werden 300 Stück der Edition „Betongold“ aufgelegt. Jedes Stück ist ein Unikat. Der Verkauf findet am 8. Dezember, ab 17 Uhr im Theater KOSMOS statt.

„Mit dieser Solidaritätsbekundung wird die Verschwendung von Ressourcen und Steuergeldern durch den Signa-Konzern zumindest zum kleinsten Teil wieder zu etwas Sinnvollem“, erklärt Mitinitiatorin Martina Feurstein. Der Reinerlös des Verkaufs kommt der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ zugute.

Städtischer Bergbau. Die in Wien lebende Bildhauerin und Otto Mauer-Preisträgerin Cäcilia Brown beschäftigt sich in ihrer Kunst oft mit historischen Schichten im städtischen Raum. Diese Schürfungen im urbanen Raum führten sie zur Baustelle des ehemaligen Lamarr-Gebäude im siebten Wiener Gemeindebezirk. Eine Tochterfirma des Wiener Investors Georg Stumpf hatte das unfertige Prestigeprojekt im Herbst 2024 aus der Insolvenz der Signa-Gruppe von René Benko gekauft, die Baustelle stand bereits seit Ende 2023 still. Nun ist der Abbruch des Rohbaus, seit Sommer 2025 im Gang, fast vollständig abgeschlossen.

Gesellschaftliche Umverteilung. Cäcilia Brown fertigt nun aus den vorhandenen Betonbrocken des Rohbaus Topfuntersetzer. „Die Betonuntersetzer bringen uns ein Stück allgegenwärtiges Baumaterial auf den Tisch, dass auch zum Symbol geworden ist für unseren zu großen gesellschaftlichen Appetit nach Ressourcen, nach Boden, nach Wachstum und in diesem Fall trifft der auf den Hunger auf Kunst und Kultur“, erklärt sie.

Das Projekt „Hunger auf Kunst und Kultur“ steht für die Idee, dass es für eine gerechte Gesellschaft Umverteilung braucht und Kunst und Kultur für alle zugänglich sein soll. Für eine Spende von jeweils 20 Euro, die direkt an „Hunger auf Kunst und Kultur“ gehen, ersteht man nicht nur ein einzigartiges Kunstwerk und eine originelle Geschenkidee, sondern unterstützt auch den sozialen Ausgleich für finanziell schwächer gestellte Menschen.

Klub KOSMOS. Für soziale Gerechtigkeit und ein niedrigschwelliges Kulturangebot steht auch der Klub KOSMOS, der das Theater KOSMOS als Spielort für zeitgenössisches Autor*innentheater seit vielen Jahren ideell und finanziell unterstützt

Hunger auf Kunst und Kultur. Die Initiative „Hunger auf Kunst und Kultur“ wurde 2003 vom Schauspielhaus Wien gemeinsam mit der Armutskonferenz ins Leben gerufen. Der Kulturpass ermöglicht sozial benachteiligte Menschen kostenlosen Zugang zu mehr als 1.250 kulturellen Einrichtungen in ganz Österreich – darunter Theater, Museen, Kinos und Konzertsäle. 2008 wurde diese solidarische Aktion auf Initiative des Theater KOSMOS in Vorarlberg eingeführt.

Solidarisch und mit vereinten Kräften gelang auch die Umsetzung des Projekts „Betongold“: Getragen vom Klub KOSMOS und dem Theater KOSMOS, ermöglicht durch Vorarlberger Unternehmen wie Ahoi-Atelier für Gestaltung, Lenz Steinmetz GmbH, der Firma Winkler Steinmetz und Jochum Druck, entstand ein einzigartiges Produkt: ein kleines Stück österreichische Geschichte, ein kleiner Brocken einer Luxusimmobilie, ein individuelles Kunstwerk und ein funktionaler Gebrauchsgegenstand.

Begrüßung und Einführung:
Cäcilia Brown (Künstlerin)
Martina Feurstein (Obfrau Klub KOSMOS)

Zur Künstlerin:
Thomas D. Trummer (Direktor Kunsthaus Bregenz)

Info:
www.theaterkosmos.at/theater-klub-kosmos | www.hungeraufkunstundkultur.at

Eintritt kostenfrei
Anschließend Glühwein und Umtrunk

FLYER

Porträt Cäcilia Brown, Foto: Johann Schoiswohl

 

Dezember 8, 2025
17:00

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